Der Strand der Königin

Einen wahrlich royalen Namen trägt der Sandstrand nahe der kleinen Stadt Nin. Der Strand der Königin erstreckt sich über eine Länge von 3 Kilometern entlang der Küste und soll sogar eine heilende Schlammgrube besitzen. Ich frage mich, ist der Name gerechtfertigt? Werde ich mich ebenso königlich fühlen wenn ich erstmal dort bin?

Obwohl es erst Ende März ist, (noch kaum die Zeit zum Baden) mache ich mich auf den Weg nach Nin um den Strand zu erforschen. Dort angekommen führt mich ein Steg auf die menschenleere Sandfläche und bietet mir einen traumhaften Blick auf Velebit (Die Berge). Da Kroatien sonst meist nur Steinstrände hat, ist das gewaltige Sandgebiet etwas ungewohnt. Mich hat dieses Bild eher an ein Werbeplakat von der Nordsee erinnert als an die kroatische Küste…

Der Strand der Königin

Links zu sehen ein kleines Café, das Urlaubern eine Pause vom schwimmen gönnt (leider ist es aktuell noch geschlossen). Einige Stangen die neben dem Café in die Höhe ragen, lassen vermuten dass im Sommer hier Volleyball gespielt werden kann. Ich Sommer treffen sich viele Windsurfer am Strand der Königin, die dieses Gebiet zu ihrem Heim gemacht haben. Gleich dahinter erstreckt sich das Gebiet weiter und bietet weitere Liegeplätze zwischen dem Meer und der strauchigen Landschaft. In meiner vorab Recherche las ich, dass vor allem Naturliebhaber hier gut aufgehoben sind. Ich persönlich bevorzuge aber etwas mehr grün. Für jene, die hier ein Schattenplätzchen suchen, sieht es leider schlecht aus.

Der Strand der Königin

Der Strand der Königin

Als nächstes erkunde ich das berüchtigte Schlammgebiet, dass sich nur einige Meter weiter im Inneren des Strands der Königin befindet. Reisende cremen sich hier hoffnungsvoll im Sommer mit dem Peloid Schlamm ein, um seine heilende Wirkung zu erfahren. Ich frage einige Einheimische nach ihren Erfahrungen um herauszufinden was es damit auf sich hat. Der theapeutische Schlamm dient als Heilmittel für Hautkrankheiten, Rheuma, Arthrose und einigen weiteren Beschwerden und soll Linderung verschaffen. Der Geruch hingegen, den man die nächsten 3 Tage mit sich trägt, soll unerträglich sein. Ich selbst verzichte also lieber vorerst auf diese Erfahrung, gehe aber trotzdem zu der Grube um mir das Ganze mal näher anzusehen. Der eingetrocknete Schlamm weist mir den Weg. Meine Schuhe, die mittlerweile den halben Strand aufgesammelt haben, versinken immer weiter, je näher ich der Grube komme.

Der Strand der Königin

Der Strand der Königin

Der Strand der Königin

Die Oberfläche, matchig und braun lässt den schwarzen Schlamm noch nicht erkennen. Erst beim reingreifen (es fühlt sich an als fasse man ich einen Eimer flüssigen Jogurts) wird er erkennbar. Der Geruch, der einem hier zu Teil wird, erinnert mich an den entlegener Weiher, an dem ich immer als Kind immer war.

Der Strand der Königin

Oberhalb des Stegs befinden sich schattenbietende Pinienbäume. Von hier aus bietet sich ein Blick auf die Stadt Nin und seine Sandzungen.

Der Strand der Königin

Wer der sonst kroatisch-steinigen Landschaft entkommen möchte, ist hier perfekt aufgehoben. Ich möchte aber hinzufügen, dass es im Sommer hier natürlich nicht all zu ruhig zugeht. Aufgrund der sandigen Beschaffenheit ist der Strand der Königin ein beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel geworden. In der Nebensaison fühlt man sich hier tatsächlich königlich, als ob der Strand extra geräumt worden wäre. Ob man sich aber immer noch so königlich im Sommer fühlt waage ich zu bezweifeln. Meiner Meinung nach aber ein schönes Ausflugsziel, das Abwelchslung bringt und ein anderes Kroatien, ab von jeglichen Klischees zeigt.

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